Rasen, Rollrasen und Fertigrasen

Rasen
Grundsätzlich unterscheidet man, bei Roll- und Fertigrasen genauso wie beim augesäten Rasen, vier Spezifikationen.
Als da wären das Repräsentationsgrün, also der Zierrasen, der Gebrauchsrasen, der Strapazierrasen sowie der Extensivrasen.
Rasen anlegen durch Aussaat, benötigt natürlich eine wesentlich längere Vorlaufzeit, sie kann bis zu einem Jahr betragen, bis er genutzt werden kann.
Für das Rasen anlegen, egal, von welcher Art der Rasen ist, eignet sich als Unterlage am vorteilhaftesten ein etwas sandiger, leicht saurer Lehmboden mit einem PH-Wert um die Sechs.

Während der Zierrasen vorwiegend als Schmuckrasen dient, also zur Repräsentation, selten begangen wird, ist der Gebrauchsrasen gedacht für den Vorgarten von Häusern, er wird in öffentlichen Anlagen gepflanzt. Der Strapazierrasen findet auf Sportplätzen oder zum Beispiel Liegewiesen und Parkplätzen seine Anwendung.

Den Extensiv- also den Landschaftsrasen finden wir im Agrarbereich, auch an Straßen oder Autobahnen.
Die Lagerung von Rasensamen über mehrere Jahre ist kein Problem.

Fertigrasen
Fertigrasen hat nichts mit Kunstrasen zu tun.
Wir kennen Fertig- oder Rollrasen vor allem aus den Sportstadien. Hier wird die kurze Anwachszeit geschätzt, die Rasensoden selbst sind in der Regel innerhalb weniger Tage verfügbar.
Auch beim Rollrasen verlegen ist natürlich auf einen möglichst idealen Untergrund und die entsprechende Pflege zu achten.
Die Herstellerfirma züchtet den Rasen auf großen Flächen, teilweise mit Unterstützung durch sogenannte Armierungen, also Kunststoffnetzen. Grundsätzlich ist zum Fertigrasen verlegen eine Aufzucht ohne solche Hilfsmittel vorzuziehen, denn der mit Unterstützung gezüchtete Rollrasen ist wesentlich empfindlicher.
Fertigrasen wird üblicherweise in Dünn- oder Dicksoden geliefert. Bei Dünnsoden beträgt die Schälstärke etwa zwei Zentimeter, der Dicksoden wird mit ungefähr vier bis sechs Zentimeter abgetragen.
Bei zehntausend Quadratmetern Fläche benötigt man beim Rollrasen verlegen etwa neun LKW-Ladungen, bei dickem Soden etwa entsprechend fünfzig Prozent mehr.
Fertigrasen verlegen ist naturgemäß etwas teuerer als den Rasen auszusäen.

Pflege
Rasen anlegen bedeutet natürlich auch Pflege. Nach sehr kurzer Zeit ist der Fertigrasen in nichts zu unterscheiden von herkömmlichem, ausgesätem Rasen. Der Fertigrasen sollte, je nach Art, etwa vier Mal im Jahr gedüngt werden. Rasen benötigt in erster Linie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Rollrasen verlegen heißt auch, die Fläche im Herbst zu vertikutieren. Hierbei sollte man darauf achten, die Erdkruste nicht aufzureißen, da sich Unkraut ausbreiten kann.

Fertigrasen verlegen
Das eigenständige Fertigrasen verlegen bedeutet nichtsdestotrotz es wesentlich einfacher ist, als den Untergrund für gesäten Rasen vorzubereiten, doch ebenso ein wenig Arbeit.

Die Bodenfläche sollte aufgelockert und mit einem Rasenstartdünger behandelt werden. Der Rollrasen ist dann wie ein Laminat auszulegen, die Ränder sind, wie immer, ein kleines Problem, auch beim Rollrasen anlegen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.